Rübenau

Urlaubsort im Erzgebirge (610 - 780m ü.NN.)

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Blick Richtung Seiffen

Bergwanderung Lauschhübel über Kallich

 

Gesamtlänge: 14km;
Tiefster Punkt: Grenzübergang Kallich mit 670m
Höchster Punkt: Lauschhübel mit 842m
Summe aller Steigungen: 261 Höhenmeter zu
Fuß: ca. 4h;
mit dem Mountainbike: 2h

 

50.5988642651447,13.303472399711609,14

 

 

Höhenpunkt auf dem Lauschhübel  Obernatzschung

Der Lauschhübel ist der eigentliche Hausberg von Rübenau. Er erhebt sich südwestlich des Ortes und bietet den phantastischsten Blick, den man auf Rübenau nur haben kann. Die Rübenauer nennen diese Anhöhe auch „Steinel“.

Vom Dorfplatz aus, wandern wir auf der Einsiedler Strasse in Richtung Böhmen nach Kallich. Nach der Überquerung der Natzschung (ca. 2,5km vom Dorfplatz entfernt) befinden wir uns im böhmischen Dorf Kallich. (Ende 2007 ist die Tschechische Republik dem Schengener Abkommen beigetreten. Der Grenzübertritt ist seit dem zu jeder Zeit und an jedem Ort erlaubt. Der Personalausweis ist dennoch mitzuführen, da sporadisch Grenzkontrollen durchgeführt werden.)

An der Weggabelung wenden wir uns nach rechts. Das Sträßchen trifft nach wenigen Metern auf die Straße die von Reitzenhain, Natschung kommend, über Kallich (vorbei an der Kirche) weiter nach Göttersdorf führt. Hier wenden wir uns abermals rechts herum. Die Straße führt zuerst leicht bergab und steigt danach um so steiler an. Nach etwa 1km ist der Ort durchquert. Hier führt links ein Waldweg Richtung Heinrichsdorf.

Blick auf Nord-Rübenau  Gipfel Lauschhübel

In Heinrichtsdorf folgen wir dem Asphaltsträßchen nach Natschung. (Beide sind Ortsteile von Kallich in denen zusammen etwa 80 Leute wohnen) Kurz nach Ortseingang gehts erst rechts dann gleich wieder links herum über die GFrenzbach Natzschung. Dabei streifen wir den äußersten Südwestzipfel Rübenaus. In unmittelbarer Grenznähe führt der Feldweg zuerst steil bergauf (immer rechts halten), bis er nach ca. 900m nach links in den Wald einbiegt. Etwa 400m weiter gabelt sich der Weg. Hier wenden wir uns nach rechts. Der Waldweg steigt 600m steil bergan. Auf dem Bergrücken angekommen, biegen wir links ab. Der stark verwachsene Wiesenweg führt 350m sanft bergauf. Schließlich erblickt man zur Rechten große Granit-Felsbrocken. Hier verlassen wir den Weg und streben dem nur von Moosen und kleinen Sträuchern bewachsenen 842m hohen Gipfel entgegen.

Die höchste Stelle ist mit einem Höhenpunkt versehen. Die Inschrift ist stark verwittert, jedoch ist noch genau die Jahreszahl „1869“ und der Name „LAUSCHUEBEL“ zu erkennen. So leicht zugänglich wie in der heutigen Zeit war der Berg nicht immer. Das mag auch der Grund für die verschiedenen sächsischen und böhmischen Bezeichnungen sein.

Im Nordwesten sieht man das Schwarzwassertal und am Horizont die Drei-Brüder-Höhe. Weiter östlich erblickt man die Felsen des Steinhübels und am Horizont die Bergstadt Sayda. Von Rübenau sieht man große Gebiete des Ortsteiles Gasse, das Schützenhaus, Ortsteil Strohhübel. Hirschberg, Kindergarten und die Kirche. Am östlichen Horizont erhebt sich der Schwartenberg. Daneben erblickt man die höhergelegenen Häuser von Seiffen. Weiter südlich schaut zwischen den Baumwipfeln die Bergschule, die Schauwerkstatt von Ingo Hänel und der Bauernhof Hänel hervor. Dahinter erhebt sich der mächtige Erzgebirgskamm mit den Siedlungen „Kleinhahn“ und „Rudelsdorf“. Der Rundblick endet bei den Häusern von Niedernatzschung und Kallich im Südosten.

Den Rückweg treten wir so an, wie wir gekommen sind. Bis Böhmisch-Natschung sind es etwa 2,3km. Doch an Rübenaus Südwestzipfel tuen wir es den Schmugglern und Paschern gleich und folgen dem Trampelpfad zwischen den Autobarrieren hindurch auf die sog. „Neutrale Straße“. Der Weg wird seit Jahrhunderten so genannt, weil er von Deutschen wie Tschechen gleichermassen bis fast zur „Anton’s Eck“ genutzt werden durfte. Auf der linken Seite befinden sich die tschechischen, auf der rechten die deutschen Grenzsteine.

Böhmisch-Natzschung  Blick vom Lauschhübel

Die „Neutrale Straße“ beginnt direkt an der Grenze, wo eine Hauswand als Erinnerung an das ehemalige Kolonialwarengeschäft von Oskar Martin stehengelassen wurde. Dieser lebte hier noch bis 1962, durfte aber nach dem verlorenen Krieg sein Haus nicht mehr über die Haustür verlassen, weil er dann tschechisches Territorium betreten hätte. Vor dem Krieg war es ein florierender Laden, in dem wohl auch die ein oder andere Schmugglerware gehandelt wurde.

Von der Erinnerungsstätte führt die „Neutrale Straße“ durch einen Hohlweg immer bergan. Nach ca. 700m wenden wir uns nach rechts auf den Kammweg. Erst jetzt begeben wir uns auf Sächsisches Hoheitsgebiet. Das Strässchen führt bis zur sog. Spinne. Es geht gerade aus, der Bergschule entgegen. Doch noch vor der Schauwerkstatt biegen wir links auf einen Wiesenweg ein, der etwas unterhalb der Kabelfernsehen-Kopfstation in ein Waldstück hinein führt. Zur Rechten befinden sich die „Berglöcher“, die von den einstigen Bergbauaktivitäten künden. Der Weg führt nun steiler bergab. Vorbei am ehemaligen Cholerafriedhof (auf den nichts mehr hindeutet) und am einstigen Armenhaus, gelangen wir zum Gasthof Bergschänke, womit die Wanderung beendet ist.

Erzhütte
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